KI wird umweltfreundlich(er): NADIKI macht Energieverbrauch und CO2-Emissionen von KI transparent

KI wird umweltfreundlich(er): NADIKI macht Energieverbrauch und CO2-Emissionen von KI transparent

Ein BMUKN-gefördertes Leuchtturmprojekt verändert die Entwicklung nachhaltiger KI. NADIKI ermöglicht erstmals die Echtzeitmessung des tatsächlichen Ressourcenverbrauchs und CO2-Ausstoßes von KI-Anwendungen — anstatt sich auf Schätzwerte zu verlassen.

Pressemitteilung vom 06. Juni 2025

Berlin, 06. Juni 2025 – Ein vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördertes Leuchtturmprojekt verändert die Entwicklung nachhaltiger Künstlicher Intelligenz. Das Projekt NADIKI ermöglicht erstmals die Echtzeitmessung des tatsächlichen Ressourcenverbrauchs und CO2-Ausstoßes von KI-Anwendungen, anstatt sich auf Schätzwerte zu verlassen.

„Der spezifische Energieverbrauch von KI-Clustern übersteigt den von üblichen Rechenclustern um ein Vielfaches, und wir erwarten ein massives Wachstum von KI-Anwendungen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Peter Radgen, Leiter am Lehrstuhl Energieeffizienz der Universität Stuttgart. „Es ist entscheidend, die Effizienz zu verstehen und den Energieaufwand in ein gesundes Verhältnis zum Ergebnis zu setzen.“

NADIKI entwickelt eine Schnittstelle, die den realen Energie- und Ressourcenverbrauch von KI-Workloads von Rechenzentren bis zur Server-Hardware erfasst und als transparente Kennzahlen bereitstellt. „Unser Ziel ist es, die verborgenen, vollständigen Kosten von KI-Diensten transparent zu machen – finanziell wie ökologisch. Nur so können wir fundierte Kosten-Nutzen-Entscheidungen für den Einsatz von KI treffen“, so Max Schulze von der SDIA.

Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Anwendbarkeit: KI-Lernvorgänge können beispielsweise bereits in der Trainingsphase zeitlich oder örtlich verschoben werden, etwa an Standorte mit einem höheren Anteil erneuerbarer Energien im lokalen Stromnetz. Die entwickelte Infrastruktur berechnet präzise Kennzahlen zu Treibhausgas-Emissionen und Ressourcenverbräuchen, basierend auf Daten von Server-Hardware, Kühlsystemen und dem Rechenzentrumsgetäude.

NADIKI richtet sich also sowohl an Entwickler als auch an die breite Öffentlichkeit und setzt auf einen faktenbasierten Ansatz: der positive Umweltwirkungen möglichen negativen Effekten gegenüberstellt. Geplant ist zudem die Evaluation einer Umwelt-Kennzeichnung, ähnlich dem Blauen Engel für Software. Das vom BMUKN mit rund 880.000 Euro geförderte Projekt läuft bis November 2025 und wird als Open Source Software mit offener Datenbasis bereitgestellt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.ki-ideenwerkstatt.de/news/nadiki-zu-gast-ein-neues-leitmotiv-fuer-nachhaltige-ki/

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