Das NADIKI-Team bringt seit Februar 2024 Methoden und Code in die CNCF-Nachhaltigkeits-Community ein und veröffentlicht seine API-Spezifikation quelloffen.
Mitarbeit in der CNCF Sustainability TAG
Seit Februar 2024 arbeitet das NADIKI-Team wöchentlich in der Sustainability TAG (Technical Advisory Group) der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) mit — konkret in der Arbeitsgruppe „Green Reviews“. Die CNCF betreut unter anderem das Kubernetes-Projekt und bildet damit einen zentralen Knotenpunkt der Cloud-native-Community. In der Green-Reviews-Arbeitsgruppe tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen darüber aus, wie sich die Umweltwirkung von Cloud-native-Workloads systematisch messen und bewerten lässt.
Für ein Forschungsprojekt wie NADIKI, das Nachhaltigkeitsindikatoren für KI-Systeme entwickelt, ist dieser Austausch in zweierlei Hinsicht relevant: Zum einen fließen etablierte Methoden und Werkzeuge aus der Community in die eigene Arbeit ein, zum anderen können im Projekt entwickelte Ansätze wiederum in bestehende Open-Source-Ökosysteme zurückfließen.
Zwei konkrete Beiträge
Zwei Beiträge aus der NADIKI-Arbeit sind in den vergangenen Monaten in relevante Open-Source-Projekte eingeflossen:
Für die Berechnung der CO2-Emissionen aus dem Stromverbrauch nutzt NADIKI die Schnittstelle von Electricity Maps. Die dafür genutzte Open-Source-Komponente grid-intensity-go der Green Web Foundation wurde angepasst, damit sie für NADIKI nutzbar ist. Die entsprechende Änderung wurde als Pull Request veröffentlicht: grid-intensity-go, PR #83.
In der Nachhaltigkeits-Arbeitsgruppe der CNCF selbst wurde zudem ein Vorschlag eingebracht, die im NADIKI-Projekt entwickelte Vorgehensweise über sogenannte „Pipelines“ in das Green-Reviews-Tooling zu integrieren: green-reviews-tooling, PR #93.
Offene API-Spezifikation
Ergänzend dazu hat NADIKI seine API-Spezifikation quelloffen veröffentlicht: SDIAlliance/nadiki-api auf GitHub. Damit können externe Entwicklerinnen und Entwickler die im Projekt definierten Schnittstellen einsehen, nachvollziehen und für eigene Zwecke nutzen.
Warum Open Source für NADIKI wichtig ist
Die Mitarbeit in der CNCF-Community sowie die Veröffentlichung von Code und Spezifikationen zeigen, dass die im Rahmen von NADIKI entwickelten Methoden nicht isoliert bleiben, sondern in bestehende Strukturen der Open-Source-Welt eingebunden werden. Gerade bei der Messung der Umweltwirkung von Cloud-native- und KI-Workloads profitieren alle Beteiligten davon, wenn Ansätze gemeinsam diskutiert, erprobt und weiterentwickelt werden — statt dass jedes Projekt eigene, isolierte Lösungen schafft.
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