Künstliche Intelligenz

NADIKI - Nachhaltigkeitsindikatoren für KI

Zeitraum:

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NADIKI bringt Umweltwirkungsindikatoren der Lebenszyklusanalyse direkt in Kubernetes. Das ermöglicht KI-Workloads — Training und Inferenz — ihren tatsächlichen Ressourcenverbrauch zu messen und granular zu berichten. Auf dieser Basis untersucht das Projekt, ob eine Umweltproduktdeklaration für KI-Modelle möglich ist.

Künstliche Intelligenz verbraucht erhebliche Rechen- und Energieressourcen — doch die ökologischen Kosten des Trainings und der Inferenz von KI-Modellen bleiben bisher unsichtbar. NADIKI (Nachhaltigkeitsindikatoren für KI) schließt diese Lücke.

Das Projekt wird als „KI-Leuchtturm“ vom Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert und von der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) administriert. IDED (damals SDIA) entwickelt gemeinsam mit dem Institut für Architektur von Anwendungssystemen (IAAS) und dem Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart eine Observer-Architektur, die sich in bestehende Monitoring-Infrastrukturen integriert.

Ansatz: Observer-Architektur

NADIKI nutzt einen dreistufigen Ansatz: 1) mathematische Schätzung auf Basis bewährter Formeln, 2) Messung über hardware- und softwarebasierte APIs (IPMI, RAPL) und 3) direkte Anbindung an das Rechenzentrum zur Abfrage von Strommix, erneuerbarer Energie, Kühlwasserbedarf und Hardware-Informationen.

Der NADIKI Observer läuft neben der IT-Infrastruktur und integriert sich in bestehende Monitoring-Stacks (Zabbix, VictoriaMetrics). Er aggregiert Daten aus Rechenzentrum, Serverinfrastruktur und Orchestrierungsplattform und liefert alle relevanten Umwelt-KPIs an Anwendungen und Monitoring-Systeme — ohne invasive Eingriffe in die bestehende Infrastruktur.

Methodik und Ergebnisse

NADIKI nutzt die Lebenszyklusanalyse (LCA), um den tatsächlichen Ressourcenverbrauch zu messen — inklusive regionaler Stromerzeugung, der Art der eingesetzten Hardware (z. B. wiederaufbereitet, neu) und Abwärmenutzung. Die gesamte Software wird als Open Source veröffentlicht.

Mehrere Pilotrechenzentren — darunter KoloDC, X-Ion und die Universität Paderborn — haben den NADIKI Registrar angebunden und liefern reale Betriebsdaten für die Forschung.

Zugang zu den Messdaten aus dem Projekt können von Wissenschaftlern über dieses Formular angefragt werden.

Ziel: Umweltproduktdeklaration für KI-Modelle

Auf Basis der NADIKI-Metriken untersucht das Projekt, ob eine Umweltproduktdeklaration (EPD) für KI-Modelle möglich ist — nach dem Vorbild von Energielabels für Haushaltsgeräte.

Publikationen

Forschung

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Deutschland

Analyse

Forschung

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Digitale Nachhaltigkeit

Deutschland

Forschung

unsere partner

IDED (Institut für Digitale Ökosystementwicklung): Konsortialführer. Bringt Fachexpertise in IT-Infrastruktur, KI-Anwendungen und Lebenszyklusanalysen ein; verantwortet Schnittstellenentwicklung, Kommunikation und Projektmanagement.

Universität Stuttgart – IAAS (Institut für Architektur von Anwendungssystemen): Spezialisiert auf Cloud-Infrastrukturen, Container-Technologien und verteilte Systeme. Verantwortet die technische Umsetzung der Observer-Architektur und die Integration in Kubernetes-Umgebungen.

Universität Stuttgart – IER (Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung): Bringt methodisches Know-how in der Ökobilanzierung (LCA) und Energiesystemanalyse ein. Entwickelt die Methodik zur Berechnung von Umweltwirkungsindikatoren auf Basis realer Infrastrukturdaten.

Öko-Institut e.V. (Unterauftrag): Unabhängiges Umweltforschungsinstitut. Bringt Expertise in der Entwicklung von Umweltkennzeichnungen, Lebenszyklusanalysen für Cloud-Infrastruktur und der Blauer-Engel-Kennzeichnung ein; überprüft die entwickelte LCA-Methodik unabhängig.

Universität Stuttgart IAAS Logo
Universität Stuttgart IER Logo

Das Team hinter dem Projekt

Max Schulze – Projektleitung. Gründungsmitglied von IDED (damals SDIA) und Softwareentwickler; langjährige Forschung zur Messung von Umweltwirkungen digitaler Infrastruktur.

Mathias Kutzner – Technische Leitung. Diplom-Informatiker und Gründungsmitglied von IDED; verantwortet Entwicklung der Schnittstellenspezifikation und Kubernetes-Implementierung.

Kimberly Jahnel – Projektmanagement. Vorstandsmitglied von IDED; MSc Projektleitung; verantwortet Koordination der Verbundpartner und Finanzcontrolling.

Stephanie Leufgen – Projektkommunikation. BA Angewandte Medienwirtschaft; verantwortet externe Kommunikation und Berichterstattung.

Jessica Stüer – Projektmanagement. Koordiniert die operative Durchführung und die Zusammenarbeit mit dem Fördermittelgeber.

Daniel Boesswetter – Infrastruktur. Verantwortet Aufbau und Betrieb von Open WebUI, Kubernetes-Cluster und Monitoring-Infrastruktur.

Jurg van Vliet – Methodik-Implementierung. Entwickelt gemeinsam mit Flavia Paganelli die erste Implementierung der Umweltwirkungsmethodik in Kubernetes.

Flavia Paganelli – Methodik-Implementierung. CTO und Mitgründerin von KEIT; Technical Lead bei CNCF TAG Environmental Sustainability; CKA-zertifiziert und Co-Autorin von O'Reilly-Büchern zu AWS.

Prof. Dr.-Ing. Peter Radgen – Wissenschaftliche Leitung (IER). Inhaber des Lehrstuhls für Energieeffizienz am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER), Universität Stuttgart.

Prof. Dr. Marco Aiello – Wissenschaftliche Leitung (IAAS). Professor für Informatik und Leiter der Abteilung Service Computing am Institut für Architektur von Anwendungssystemen (IAAS), Universität Stuttgart.

Dr. Dinesh Reddy Vemula – Forschung (IAAS). Leiter des Forschungsbereichs Rechenzentren und Nachhaltigkeit am IAAS, Universität Stuttgart.

Robin Pesl – Forschung (IAAS). Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAAS, Universität Stuttgart.

Alexandra Loewenstein – Forschung (IER). Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Universität Stuttgart.

Benjamin Ott M.Sc. – Forschung (IER). Wissenschaftlicher Mitarbeiter; Schwerpunkt Green IT und Energieeffizienz in Rechenzentren.

Nicola Schuckert M.Sc. – Forschung (IER). Wissenschaftliche Mitarbeiterin; spezialisiert auf räumliche Datenanalyse für Rechenzentrumsprojekte.

Jens Gröger – Öko-Institut e.V. (Unterauftrag). Experte für Nachhaltige IKT, Lebenszyklusanalyse und Umweltzeichen für IT-Infrastruktur.

Felix Behrens – Öko-Institut e.V. (Unterauftrag). Experte für Green Software, Umweltzeichen und Nachhaltige Produkte.

Dr. Peter Gailhofer – Öko-Institut e.V. (Unterauftrag). Senior Researcher für Ethik und Governance der Digitalisierung; bringt rechtliche und regulatorische Expertise für die Bewertung einer Umweltkennzeichnung für KI-Anwendungen ein.

Steckbrief
Zeitraum

­–

Budget

€884.394,00

Kategorie

Künstliche Intelligenz

Status

Abgeschlossen

Förderkennzeichen

67KI32001A

Förderer

Zukunft - Umwelt - Gesellschaft gGmbH

Projekt Webseite
Externes Profil