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Umweltwirkung von KI: Ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz

Umweltwirkung von KI: Ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz

Der „Artificial Intelligence Environmental Impacts Act of 2024" fordert erstmals standardisierte Messverfahren für die Umweltwirkung von KI — ein notwendiger Schritt angesichts des rasant steigenden Energieverbrauchs durch KI-Systeme.

Der „Artificial Intelligence Environmental Impacts Act of 2024" fordert erstmals standardisierte Messverfahren für die Umweltwirkung von KI — ein notwendiger Schritt angesichts des rasant steigenden Energieverbrauchs durch KI-Systeme.

Der von US-Senator Markey eingebrachte Gesetzentwurf beauftragt das National Institute of Standards and Technology (NIST) mit der Entwicklung von Standards zur Messung der Umweltwirkung von KI und einem freiwilligen Berichtsrahmen für KI-Entwickler. IDED (damals als SDIA bekannt) unterstützte diesen Gesetzentwurf als eine der unterzeichnenden Organisationen.

Die Analyse zeigt:

  • Doppelte Wirkung von KI: KI kann sowohl Klimaschutz fördern (optimierte Energienetze, verbesserte Wettervorhersagen) als auch massiv zur Umweltbelastung beitragen — durch verdoppelten Stromverbrauch in Rechenzentren bis 2026, Wasserverbrauch für Kühlung und wachsenden Elektroschrott durch spezialisierte KI-Chips.

  • Transparenz durch Standards: Ohne standardisierte Messverfahren bleibt die tatsächliche Umweltwirkung von KI-Systemen im Dunkeln. Der Gesetzentwurf schafft die Grundlage für vergleichbare und nachprüfbare Berichterstattung.

  • Breite Unterstützung: Organisationen wie Hugging Face, Data and Society und IDED unterstützten den Gesetzentwurf — ein Signal für die wachsende Erkenntnis, dass KI-Entwicklung Umweltverantwortung einschließen muss.

Der Gesetzentwurf fordert einen Bericht an den US-Kongress innerhalb von vier Jahren und ein Konsortium zur Entwicklung von Messstandards — ein vorausschauender Ansatz, der auch für die europäische KI-Regulierung relevant ist.