Das Paderborn Center for Parallel Computing hat seine Supercomputer-Infrastruktur an den NADIKI Registrar angeschlossen. GPU- und FPGA-basierte High-Performance-Server liefern Messdaten für die SIEC-Forschung.
Im Juli 2025 hat die Universität Paderborn ihre Supercomputer-Infrastruktur an den NADIKI Registrar angeschlossen. Über das Paderborn Center for Parallel Computing (PC2) fließen Messdaten von High-Performance-Servern mit GPUs und FPGAs in das System — ein wichtiger Beitrag zu unserem Forschungsprojekt „SIEC“, welches wir im Auftrag vom Umweltbundesamt durchführen. Damit wird die Datenbasis im Registrar um eine Geräteklasse erweitert, die in der Energieeffizienzmessung bislang kaum erfasst wird.
Die Universität Paderborn betreibt mit Noctua 2 und dem im Herbst 2025 startenden Nachfolgesystem Otus eine der leistungsfähigsten Recheninfrastrukturen Deutschlands. Die Systeme umfassen über 140.000 Prozessorkerne, mehr als 100 GPUs und spezialisierte FPGA-Beschleuniger. Der Standort gehört zum NHR-Verbund der neun nationalen Hochleistungsrechenzentren, setzt auf 100 % erneuerbare Energie und nutzt Heißwasserkühlung mit Abwärmerückgewinnung.
Warum HPC-Daten für SIEC wichtig sind
Die SIEC-Kennzahl misst den unnötigen Energieverbrauch unterausgelasteter Server. Bisherige Messungen konzentrierten sich auf klassische Rechenzentrumsserver. Mit den Paderborner Daten kommen erstmals Systeme hinzu, die mit GPUs und FPGAs grundlegend andere Lastprofile aufweisen — und damit die Frage aufwerfen, ob die bestehende Methodik auch für Hochleistungsrechner tragfähig ist.
„Wir freuen uns, dass sich weitere Rechenzentren bereit erklären, unsere Forschung mit realen Betriebsdaten zu unterstützen, und bedanken uns bei der Universität Paderborn und dem PC2-Team. Die HPC-Messdaten sind für die Validierung der SIEC-Kennzahl besonders wertvoll, weil sie eine Geräteklasse abdecken, die in der bisherigen Forschung fehlt.“
— Max Schulze, IDED