Der NADIKI Registrar läuft im realen Betrieb: KoloDC hat sein Rechenzentrum in Apeldoorn erfolgreich angebunden — inklusive GPU-Rack über Kubernetes und Daten aus dem hauseigenen Monitoring-System.
Im September 2024 hat KoloDC sein Rechenzentrum in Apeldoorn erfolgreich an den NADIKI Registrar angeschlossen — den ersten funktionierenden Prototyp unserer Open-Source-Schnittstelle zur Erfassung der Umweltwirkung von Rechenzentren und KI-Workloads.
Damit empfängt der Registrar zum ersten Mal reale Betriebsdaten eines kommerziellen Rechenzentrums. KoloDC betreibt zwölf Rechenzentren in Dänemark, Schweden und den Niederlanden. Als Pilotpartner im NADIKI-Projekt bringt KoloDC die operative Perspektive ein, die für die Weiterentwicklung der Schnittstelle entscheidend ist.
Was angebunden wurde
Drei Datenströme fließen in den Registrar:
Gebäudetechnik: Energieverbrauch, Kühlung und USV-Daten aus dem hauseigenen Monitoring-System von KoloDC
Rack-Ebene: Ein Rack mit GPU-Servern wurde über Kubernetes angebunden
Umgebungsdaten: Echtzeit-CO₂-Intensität des Stromnetzes über die Electricity-Maps-API
Die Kombination dieser Datenquellen ermöglicht es, die Umweltwirkung einer KI-Workload vom Server bis zur Gebäudehülle nachzuvollziehen.
Warum das wichtig ist
„Rechenzentren sind heute eine Black Box.“
— Prof. Peter Radgen, Universität Stuttgart
Der NADIKI-Ansatz macht messbar, was im Inneren eines Rechenzentrums passiert — nicht auf Basis von Durchschnittswerten, sondern mit realen Betriebsdaten.
Yana Krasnova, AI and Environmental Strategy Lead bei KoloDC, unterstreicht die Relevanz:
„Many in the AI space still focus only on performance, not on impact.“
Die EU-Energieeffizienzrichtlinie verpflichtet Rechenzentren bereits zur Berichterstattung über Energie- und Emissionskennzahlen. Der NADIKI Registrar liefert die technische Grundlage, um diese Anforderungen mit echten Messdaten zu erfüllen — statt mit Schätzungen, dies bietet die Möglichkeit für Rechenzentren das Compliance-Reporting zu automatisieren.
