IDED kündigte den Start des Open Data Hub an — eine Plattform für Transparenz, Vertrauen und Datenverfügbarkeit zur Messung der Nachhaltigkeit digitaler Infrastruktur.
IDED (damals als SDIA bekannt) kündigt den Start des Open Data Hub an — eine zentrale Ressource zur Steigerung von Transparenz, Vertrauen und Datenverfügbarkeit. Sie soll Forschung, Industrie und Gesellschaft dabei unterstützen, eine nachhaltige digitale Wirtschaft aufzubauen.
Nachhaltigkeit braucht Daten
Vom European Green Deal bis zu den Sustainable Development Goals (SDGs) war der Druck, Nachhaltigkeit zum zentralen Pfeiler der Geschäftsstrategie zu machen, nie größer. Verbraucher priorisieren zunehmend nachhaltige Angebote, während Studien zeigen, dass Nachhaltigkeitspraktiken Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Grundlage dafür ist Transparenz — und Transparenz braucht verlässliche Daten.
Genau hier liegt die zentrale Herausforderung des digitalen Sektors: Es fehlen zuverlässige, echtzeitfähige Daten aus Rechenzentren, vernetzten Geräten und der gesamten digitalen Wertschöpfungskette, die zur Bewertung von Umweltwirkungen und Nachhaltigkeitszielen herangezogen werden können. Mit dem Open Data Hub wollen wir diese Lücke schließen.
Was ist der Open Data Hub?
Der Open Data Hub ist ein öffentlich zugängliches Portal, das standardisierte, anonymisierte und aggregierte Datensätze bereitstellt. Inspiriert von etablierten Plattformen anderer Sektoren — wie ENTSO-E im Energiebereich, electricityMap oder Climate TRACE — ermöglicht er eine branchenweite Berichterstattung, ohne geschäftssensible Informationen offenzulegen.
Der Hub startet 2022 als öffentliche Beta. In einem ersten Schritt liegt der Fokus auf Rechenzentren — dort, wo die virtuelle Welt auf die physische trifft. Langfristig ist er für alle Akteure der digitalen Wertschöpfungskette ausgelegt.
Erfasst werden alle Lifecycle-Metriken aus der SDIA Roadmap: Emissionen, Energieverbrauch, Elektroschrott, Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung, eingebetteter Kohlenstoff von Server-Hardware und mehr. Daraus entstehen unter anderem Server-Idle-Coefficient (SIC)- und Datacenter-Idle-Coefficient (DIC)-Werte sowie CO₂-Äquivalent-Berechnungen für Rechenzentrumsbetreiber, IT-Hardware-Anbieter, Netz- und Glasfaserbetreiber, Regulatoren und Forscher weltweit — und legen damit die Grundlage für einen digitalen CO₂-Fußabdruck, der die gesamte Wertschöpfungskette umfasst.
Mehrwert für alle Beteiligten
Freiwillige Transparenz, die aggregierte Daten nutzt und geschäftskritische Informationen schützt — und damit einen neuen Maßstab für Regulatoren und Politik setzt.
Neue Branchenbenchmarks auf Basis von Leistungs- und Energieeffizienzdaten.
Branchenweite Forschungsförderung durch verlässliche Daten für Wissenschaft und Entwicklung.
Umfassenderes Verständnis der IT-Infrastruktur — ein potenzieller Wettbewerbsvorteil, der aus einer Herausforderung eine Chance macht.
Innovationsimpulse durch neue Geschäftsmodelle, die auf Auslastungssteigerung, Kostensenkung und Effizienzgewinnen basieren.
Zugang zu neuen Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis des Open Data Hub entwickelt werden.
Für Launch-Partner planen wir darüber hinaus ein offizielles Transparenz-Zertifikat (ähnlich etablierten Industriestandards wie dem EPEAT-Ökolabel), automatisierte Compliance-Tools, Reporting-Dashboards und Unterstützung für Drittanbieter-Integrationen.
Launch Partner werden
Als Launch Partner werden Sie automatisch zum Transparenz-Vorreiter in Ihrem Markt — und gestalten die Entwicklung des Open Data Hub aktiv mit. Sie stärken das Vertrauen Ihrer Kunden, erschließen nachhaltigkeitsorientierte Märkte und tragen zu evidenzbasierter Politik bei. Wenn Sie mehr erfahren oder Launch Partner werden möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
DAZUgehörige publikationen
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